Resolution zum KUQUA

Die Entscheidung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Planung und Bau des Kunstquartiers KUQUA mit 4,5 Mio Euro aus dem Programm „Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus“ zu fördern, erfüllt uns mit großer Freude.

Es ist ein großer Erfolg der Beteiligten, dass das KUQUA diese Förderung im Wettstreit mit vielen Projekten nationaler Bedeutung und einer Reihe von Weltkultureinrichtungen erreicht hat.

Der SPD-Stadtverband Göttingen begrüßt es, dass seine Stadtratsfraktion mit großer Klarheit und Stärke für die „Annahme dieses Geschenkes“ und die Realisierung des KUQUA streitet.

Das KUQUA wird eine bedeutende Aufwertung des Kulturstandortes Göttingen werden, wenn wir nicht verpassen, die in Aussicht gestellten Fördermittel zu beanspruchen und seine Realisierung zu ermöglichen.

Das KUQUA ist zugleich eine riesige Chance für die südliche Innenstadt, wenn wir es nicht zerreden. Die Besucher des Kunstquartiers werden Lebensfreude und Wirtschaftskraft in die Stadt und insbesondere die südliche Innenstadt bringen. Sie hat als vernachlässigtes Innenstadtquartier die Chance der Sanierung.

Die Göttinger Literatur-, Kunst- und Musikszene werden einen neues, kreatives und kommunikatives Zentrum finden; das KUQUA wird renommierte Protagonisten der internationalen Kulturszene anlocken.

Das KUQUA wird ein wichtiger weicher Standortfaktor sein, wenn wir es nicht kleinreden. Hochqualifizierte, junge Arbeitskräfte beobachten heutzutage sehr genau die Freizeit-, Sport- und Kulturangebote einer Stadt, bevor sie sich für einen Arbeitsplatz und einen Lebensmittelpunkt für sich selbst und ihre Familien entscheiden. Das KUQUA ist ein guter Grund mehr, in Göttingen zu leben und zu arbeiten.

Jede Investition in die Kultur, die ein sehr bedeutender Standortfaktor für unsere Stadt und ihre Attraktivität ist, ist zugleich eine rentable Investition in die Wirtschaftskraft Göttingens.

Die uns gegebene Chance zu vertun, wäre ein fataler kommunalpolitischer Fehler.