Planung muss erlaubt sein

 

Die Göttinger SPD begrüßt die Idee, eine Realisierung eines öffentlichen Golfplatzes in Göttingen im Rahmen der Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans zu untersuchen. Wir wollen eine offene und freie Diskussion über die Möglichkeiten einer positiven Stadtentwicklung.
Der Stadtverbandsvorstand verteidigt in seinem Beschluss vom 18.05.2015 pointiert die Planungshoheit des Kommunalparlaments und nennt seine Kriterien für einen Golfplatz in Göttingen.

 

Für uns ist ein Golfplatz nur denkbar, wenn diese Grundsätze gelten:

Es muss ein öffentlicher Golfplatz sein. Es darf keine Bedingung einer Platzreife oder gar eines bestimmten Handycaps geben. Der Preis für die Nutzung des Platzes sollte niedriger sein als auf den anderen Golfplätzen der Region.

Beim Bau des Golfplatzes müssen strenge ökologische Standards eingehalten werden.

Es muss weiterhin eine Querung und die Nutzung des Geländes des Golfplatzes für Freizeitsportler und zur Naherholung möglich sein.

Stadt Göttingen und die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH dürfen keine eigenen finanziellen Mittel einsetzen.

Begründung:

Es kann in dem heutigen Stadium der Planung des Flächennutzungsplans keine Denkverbote geben. Ein Flächennutzungsplan gewährt kein Planungsrecht. Für eine Realisierung des Golfplatzes ist ein Bebauungsplan erforderlich. Es besteht nicht einmal ansatzweise die Gefahr, dass die Göttinger und Göttingerinnen nicht noch wiederholt beteiligt werden, bevor die Idee eines Golfplatzes umgesetzt werden könnte.

Im Rahmen der Erstellung des Sportkonzeptes der Stadt Göttingen wurde vielfach der Wunsch geäußert, sich draußen und unabhängig von festen Vereinsstrukturen sportlich betätigen zu können. Ein öffentlicher Golfplatz bietet dies. Der Sport kann in jedem Alter erlernt und – sogar im sportlichen Wettkampf - unabhängig von der Altersklasse ausgeübt werden.

Eine Tabuisierung des Golfspiels ist lächerlich. International hat der Golfsport sich längst aus der Klammer des falschen Images eines Sports der Reichen befreit. Als Vorbild kann uns hier unsere Patenstadt Cheltenham dienen. Wir können uns vorstellen, der Demokratisierung des Golfsports auch in Göttingen Raum zu geben. Freizeit- und Sportangebote sind ein positiver Standortfaktor für Universität, Wirtschaft und Handel. Ferner soll durch einen stadtnahen Golfplatz gerade Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, sich sportlich zu betätigen.

Allerdings müssen wir erwarten, dass ein Golfplatz in Göttingen die oben genannten Bedingungen erfüllt. Nur dann kann er ein Gewinn werden.

Beschluß der Delegiertenversammlung vom 18.05.2015

 


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