Klaus-Peter Bruns

Klaus-Peter Bruns
 

Klaus-Peter Bruns

Geboren am 28.11.1913 in Krefeld. Nach dem Abitur freiwilliger Arbeitsdienst, Landwirtschaftslehre und landwirtschaftliche Praxis in verschiedenen Betrieben. Wehrdienst, 1944 Verhaftung durch die Gestapo. Nach Kriegsende erneut als Landwirt tätig, Ab 1960 als Pächter der Domäne Reinhausen.

Eintritt in die SPD 1946. Sehr bald Übernahme von Ämtern in Reinhausen, im SPD-Bezirk Hannover; dort mehrere Jahre stellvertretender Bezirksvorsitzender. Ehrenvorsitzender des SPD-Unterbezirks.

In der Kommunalpolitik zunächst Ratsherr in Rein- hausen (1952), von 1954 bis 1981 Bürgermeister. Seit 1954 Kreistagsabgeordneter, ehrenamtlicher Landrat von 1958 bis 1970 und von 1976 bis 1981 im Landkreis Göttingen. Ehren-Landrat.

1963 erste Wahl in den Landtag im Wahlkreis Göttingen-Land, bis 1990 Landtagsabgeordneter; nur 1982 nicht direkt gewählt. Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion von 1966 bis 1970.

Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses von 1965 bis 1970. Niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten von 1970 bis 1976.

Unter seinen kommunalpolitischen Leistungen, die der Stärkung des ländlichen Raumes dienten, ist sein Einsatz für das Göttingen-Gesetz von 1964 hervor- zuheben. Klaus-Peter Bruns gehörte zu den herausragenden Agrarpolitikern der SPD, die für eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft im europäischen Umfeld eintraten. Dazu leistete er als Niedersächsischer Landwirtschaftsminister einen bedeutenden Beitrag. Gegen die zunehmende Industrialisierung der Landwirtschaft betonte er frühzeitig umweltpolitische Verpflichtungen.

Zahlreiche Ehrenämter in der Landwirtschaft, unter denen der Vorsitz in der Agrarsozialen Gesellschaft von besonderer Bedeutung war.

Klaus-Peter Bruns starb am 12. Mai 2011.

 

Thomas Oppermann, Gerhard Steidl (Hg.): Klaus Peter Bruns. Ein Leben als Landwirt und Politiker, Göttingen 2008, Steidl Verlag