Günter Frede

Günter Frede
 

Günter Frede

Geboren am 21.1.1901 in Fermersleben (Bez. Magdeburg). Besuch eines Lehrerseminars, danach Erwerb der Hochschulreife und Studium der Philosophie, Volkswirtschaftslehre und Pädagogik in Jena. Kontakt zu dem Reformpädagogen Peter Petersen. Promotion 1925. Staatsexamen und Ausbildung zum Gymnasiallehrer (Evangelische Theologie, Germanistik und Geschichte). 1929 Studienrat. Ab 1931 Schulaufsichtsbeamter in Breslau. 1933 aufgrund des nationalsozialistischen „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ als Sozialdemokrat entlassen. Nach Arbeitslosigkeit erneut Studienrat in Lauban/Schlesien. Wehrdienst.

Ab 1920 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend, 1927 Eintritt in die SPD.

Günter Frede engagierte sich ab 1945 für den Wiederauf bau des demokratischen Schulwesens in seiner mitteldeutschen Heimat; Oberstudiendirektor. Verlässt 1948 die SBZ aufgrund der wachsenden Ausgrenzung von Sozialdemokraten durch die Politik der SED. Der Niedersächsische Kultusminister Adolf Grimme, letzter demokratischer Kultusminister Preußens bis 1933, setzt ihn 1949 als Oberschulrat ein. Später Leiter des Referats Höhere Schulen im Kultusministerium. 1954 Regierungspräsident im Regierungsbezirk Hildesheim. Von der CDU/DP/FDP- Regierung 1955 entlassen.

1957 wird er als auswärtiger Bewerber Bundestagskandidat im Wahlkreis Göttingen-Münden, da die lokalen Bewerber keine Mehrheit finden. Unterliegt nur knapp dem Gemeinschaftskandidaten von CDU und DP/FVP, Vizekanzler Dr. Franz Blücher. Zieht über die Landesliste in den Bundestag ein. 1961 direkt gewählt. Unterliegt 1965 im vergrößerten Wahlkreis, jedoch Listenabgeordneter. Arbeitet im Bundestag in der Wissenschaftspolitik und im neuen Politikfeld „Entwicklungshilfe“.

Günter Frede starb am 23.11.1967.

 

Die Kampagne der SED gegen den Sozialdemokraten Günter Frede behandelt:
Gustav Just: Deutsch. Jahrgang 1921. Ein Lebensbericht, Potsdam 2001, Verlag für Berlin-Brandenburg.